Position

Relative Autonomie

Uns interessiert Architektur, die sowohl körperlich erfahren als auch kulturell verstanden wird.

Voraussetzung für das subjektive Erleben des Baukörpers ist seine Wahrnehmung als Entität, zu der sich der Rezipient ins Verhältnis setzen kann und die ihm eine begriffliche Beschreibung seiner Erfahrung ermöglicht.

Neben die Wahrnehmung der Architektur an sich tritt ein nachvollziehbares Verhältnis zum Ort, zur Landschaft, zur Stadt. Unter Stadt verstehen wir dabei eine Gesellschaft von Häusern, die fähig sind zum Dialog untereinander, aber auch für sich stehen können.

Architektur muss sich jedoch nicht nur am konkreten Ort positionieren, sondern auch in einem kulturellen Raum. Die Bezugnahme auf oder Verarbeitung von kulturellem Material – dieses stammt vor allem aus dem Fundus der Architektur selbst, aber auch aus anderen Sphären – ermöglicht dem Betrachter einen rationalen und/oder assoziativen Zugang zum Werk.

Jenseits dieser Ebene der Fremdreferentialität muss der Entwurf eine weitere Schicht einer projektimmanenten, selbstbezüglichen Logik entwickeln. Nur wenn dies gelingt und das Projekt auch aus seinen Bedingungen gelöst bestehen kann, hat es die Chance, selbst wieder zu anschlussfähigem kulturellem Material zu werden.

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